Malen wie die alten Meister:innen

»Ich träume meine Gemälde und dann male ich meinen Traum«, meinte Vincent van Gogh, während Frieda Kahlo sagte: »Ich male weder Träume noch Alpträume. Ich male meine eigene Realität.«

So unterschiedlich die Zugänge zur Kunstform sind, so einig waren sich die großen Maler:innen der Kunstgeschichte darin, an ihren eigenen Stilen zu feilen, um sich formale Alleinstellungsmerkmale zu erarbeiten.

In der heutige Malerei liegt der Schwerpunkt hingegen klar auf Seiten inhaltlicher Fragestellungen. Viele Kunstakademien haben die Maltechnik bereits aus ihrem Lehrplan gestrichen. Malgründe selbst vorbereiten? Mit Eitempera untermalen? Farben selbst herstellen? Diese und viele weitere Verfahren waren früher schlicht eine Notwendigkeit wohingegen heute Künstlerbedarf bequem im nächsten Shop gekauft werden kann.

Dabei ist nicht zu übersehen, dass die Auseinandersetzung mit alten Malmaterialien und ihrer Verwendung in verschiedenen Kunstepochen auf begründetes Interesse stößt: Denn auch in der zeitgenössischen Malerei sind Kenntnisse der Maltechnik wichtig für die formale Umsetzung eigener Ideen. Das Studium von Werken alter Meister:innen und die Analyse ihrer Maltechnik vertieft und bereichert das eigene Können nachhaltig.

Die Zeichenfabrik hat deshalb eine Kursreihe gestartet, die sich in unterschiedlichen Formaten diesen verschiedenen technischen Ansätzen widmet - nicht nur, um diese kopieren zu können, sondern vor allem um die eigene Arbeit durch Kenntnisse alter Maltechniken aufzuwerten.

Medias in res und bis bald in einem unserer aktuellen Malen-wie-Kursen!