Pieter Bruegel d. Ä., Die Jäger im Schnee, Eichenholz, 116,3x162,5 cm, 1565 / Kunsthistorisches Museum Wien

Malen wie die Alten MeisterInnen

»Ich träume meine Gemälde und dann male ich meinen Traum«, meinte Vincent van Gogh, während Frieda Kahlo sagte: »Ich male weder Träume noch Alpträume. Ich male meine eigene Realität.«

So unterschiedlich die Zugänge zur Kunstform sind, so einig waren sich die großen MalerInnen der Kunstgeschichte darin, an ihren eigenen Stilen zu feilen, um sich formale Alleinstellungsmerkmale zu erarbeiten.

In der heutige Malerei liegt der Schwerpunkt hingegen klar auf Seiten inhatlich-künstlerischer Fragestellungen. Viele Kunst-Akademien haben die Maltechnik bereits aus ihrem Lehrplan gestrichen. Malgründe selbst vorbereiten? Mit Eitempera untermalen? Farben selbst herstellen? Diese und viele weitere Verfahren waren früher schlicht eine Notwendigkeit wohingegen heute Künstlerbedarf bequem im nächsten Shop gekauft werden kann.

Dabei ist nicht zu übersehen, dass die Auseinandersetzung mit alten Malmaterialien und ihrer Verwendung in verschiedenen Kunstepochen auf begründetes Interesse stösst: Denn auch in der zeitgenössischen Malerei sind Kenntnisse der Maltechnik wichtig für die formale Umsetzung eigener Ideen. Das Studium von Werken alter MeisterInnen und die Analyse ihrer Maltechnik vertieft und bereichert das eigene Können!

Die Zeichenfabrik hat deshalb eine Reihe gestartet, die sich in unterschiedlichen Formaten diesen verschiedenen technischen Ansätzen widmet - nicht, um diese kopieren zu können, sondern um die eigene Arbeit durch Kenntnisse der verschiedenen Möglichkeiten, Tipps und Tricks aufzuwerten!

In medias res! Noch im aktuellen Wintersemester könnt ihr lernen zu malen wie:

Im Sommersemester 2020 warten auf euch folgende Alte Meister:

Wir wünschen euch einen goldenen, farbenfrohen Herbst!