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Zeichenfabrik

Experimentelles und konkretes Werken für Jugendliche

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Kursinhalt /

Der Jugendkurs bei Juliana Do richtet sich an Jugendliche im Alter ab 12 Jahren, die

  • eine Kunstmappe zur Bewerbung an Schulen mit künstlerischem Schwerpunkt vorbereiten wollen und/oder
  • die Freude am künstlerischen Ausdruck als Maßstab für kreatives Schaffen betrachten und dieses weiter entwickelt möchten.

Experimentelles und konkretes Werken ergänzen sich komplementär: sie repräsentieren Kontexte und Prozesse, die notwendig sind, um der formalen Umsetzung eine Bedeutung zu verleihen. Das Experiment hat in der Kunst auch eine eigenständige Funkion, da es auf einer intuitiven Ebene Erfahrungen ermöglicht, die durch den konkreten Zugang allein nicht denkbar sind: Der experimentelle Vorgang wird auf abstrakter Ebene zu einem Werkzeug der Imagination und erschließt neue Bereiche für das Vorstellungsvermögen.

Spielerische und nicht zweckgebundene Versuche mit überraschendem Ausgang entwickeln unvorhersehbare produktive und ästhetische Momente in der eigenen Arbeit. Obwohl Schönheit im Auge des Betrachters liegt, gibt es verlässliche Übereinstimmungen darüber, welche Experimente ästhetische Kriterien erfüllen. Besonderen Wert legen wir im Kurs darauf, „Schwellenängste“ abzubauen und Kunst als Teil des Lebens zu sehen sowie ihre Erfahrungs- und Ausdrucksmöglichkeiten bewusst zu machen.

Teil 1 / Experimentelles Werken

Im ersten Teil des Kurses werden die Teilnehmer/innen ihre Bildsprache durch freies Experimentieren definieren. Ziel ist es, so viel als möglich über Maltechniken und deren Kombinationsmögichkeiten zu erfahren. In dieser Phase arbeiten wir mit Aquarell, Tempera und Acryl. Eine Einführung in die Werkzeuge und deren Einsatz im Bild, um eine Vielfalt an Texturen zu erzeugen, wird diese Phase unterstützen. Unterschiedliche Pinsel ergeben eigene Effekte, ebenso die Arbeit mit Spachtel und Walzen. Als Schwerpunkt wird hier eine wunderbare Technik des 17. Jahrhunderts, die Monotypie, eingesetzt und in Linolfarben ausgeführt. Die Abdrücke ergeben sofort Bildmotive, welche in der weiteren Verarbeitung mit anderen Maltechniken kombinierbar und ebenso für die Collage geeignet sind. Schwerpunkte des ersten Kursteils sind:

  • Farbe als experimentelles Medium verstehen lernen
  • Die eigene Farb- und Formensprache bewusster wahrnehmen
  • Durch Kombination von Maltechniken einen neuen Farbdialog schaffen
  • Kennenlernen der verschiedenen Werkzeuge
  • Erweiterung der Farbkombinationen und Entstehung von Strukturen
  • Unterschiedliche Farbträger

Teil 2 / Konkretes Werken

Im zweiten Kursteil werden die bereits entstandenen, experimentellen Ergebnisse weiter bearbeitet. Es werden dabei zwei Verfahren geübt: das erste wird uns zur gegenständlichen Gestaltung führen, es werden Porträt, Figur und Stillleben gezeichnet. Dabei werden Grundlagen des bildnerischen Gestaltens, sowie Bildaufbau, Komposition, Erfassen von Form, Licht und Schatten, Perspektive und Raum vermittelt.

Das zweite Verfahren ermöglicht durch die kontemplative Auseinandersetzung mit den bisherigen Ergebnissen zu einer eigenen Interpretation zu gelangen. Die Teilnehmer/innen werden an den Punkt geführt, wo sie ihre Bildmotive frei und bewusst bestimmen und nach eigenen Kriterien ausarbeiten. Der Schwerpunkt liegt insofern auf künstlerischen Prozessen, gestalterischen Methoden, auf dem eigenständigen Formulieren von Inhalten, Motiven und Sujets sowie deren Umsetzung als originäres „Werk“ unter inhaltlichen, formalen und ästhetischen Gesichtspunkten.

  • Juliana Do / O.T.

  • Juliana Do / O.T.

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