Fake it!
Selbstinszenierung in Kunst und Social Media
Fake it!
Video & Fotografie Interdisziplinär Storytelling

Fake it!
Selbstinszenierung in Kunst und Social Media

Inhalt

Von Albrecht Dürer bis Signe Pierce - die Inszenierung des Selbst dient in der Kunst immer wieder als Strategie, um auf brennende Fragen der Gegenwart zu reagieren, gesellschaftliche und politische Themen kritisch zu verhandeln oder bestehende Klischees ironisch zu unterwandern. Der Körper und das Abbild des/der KünstlerIn kommen hierbei als zentrale Werkzeuge zum Einsatz - jedoch geht es nicht darum, das innerste Selbst nach Außen zu kehren, sondern um ein bewusstes Spiel mit dem Imaginären, der Nachahmung oder dem gezielten Fake. Besonders in Zeiten von Social Media gewinnt das Thema an Sichtbarkeit und Relevanz und die Grenzen zwischen Kunst, Popkultur und dem Privaten verschwimmen zunehmend oder werden absichtlich verwischt.

Die ironisch-kritische Selbstinszenierung in Fotografie und auf Social Media ist ein wesentliches Element Bernadette Anzengrubers künstlerischer Praxis. In einer Gratwanderung wird stets das Spannungsverhältnis von Begehren/Unbehagen und Glaubwürdigkeit/Verunsicherung ausgelotet: sei dies als schmieriger Moderator oder im Facebook-Auftritt als frischgebackene Mutter einer lebensechten Baby-Puppe.

Kursziel
Am Ende des Kurses steht die Realisierung eines persönlichen Selbstinzenierungs- oder Fake Reality Projektes. Es wird ein Einblick gegeben in künstlerische Positionen, die zum Thema Selbstinszenierung arbeiten.

Lehrmethode
Im Kurs beschäftigen wir uns mit unterschiedlichen historischen und zeitgenössischen künstlerischen Positionen, welche Selbstinszenierung als Ausdrucksmittel einsetzen. Das Scheinwerferlicht wird exemplarisch auf einzelne AkteurInnen gerichtet, um diese im Verhältnis zueinander zu betrachten und zu diskutieren. Weiters werden Social Media Phänomene und Ästhetiken wie #nofilter, die bewusst-amateurhafte Verbindung von Text- und Bildelementen, das Role-Model InfluencerIn sowie Möglichkeiten des Storytellings besprochen und analysiert.

Die inhaltlichen Inputs und sich daraus ergebenden Diskussionen in der Gruppe dienen als Inspiration. Denn im nächsten Schritt geht es darum, eigene Ideen zu skizzieren und mit diesen zu experimentieren, wobei bestehende Strategien aufgegriffen, umgedeutet und neu interpretiert werden können. In der Experimentierphase soll sich ein konkretes Projekt herauskristallisieren, das anschließend vertiefen bearbeitet und praktisch umgesetzt wird. Gearbeitet wird medienübergeifend, es können Fotografie, Zeichnung, Text, etc. eingesetzt werden. Die individuellen Projekte werden - je nach Interesse der TeilnehmerInnen - entweder einzeln oder in Teams realisiert. Begleitet wird die praktische Arbeit von persönlichen Gesprächen mit der Kursleiterin und Zwischenpräsentationen vor der Gruppe, welche im Sinne eines konstruktiven Feedbacks und Austausches die einzelnen Arbeitsphasen reflektierend unterstützen.

Zielgruppe
Der Kurs richtet sich gleichermaßen an EinsteigerInnen wie Fortgeschrittene. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Die Arbeitsweise wird an den individuellen Bedürfnissen der TeilnehmerInnen ausgerichtet.

Die Kurs-TeilnehmerInnen sollten Interesse an der Auseinandersetzung mit Selbstinszenierung und mit Social Media, im besten Fall den Mut mit ihrem eigenen Körper/Bild zu arbeiten (es können aber auch andere visuelle Strategien gewählt werden) und ein Smart-Phone mit funktionsfähiger Kamera mitbringen.

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Buchung
Fake it!
Selbstinszenierung in Kunst und Social Media
9 Termine, 13.10.19 - 15.12.19
Sonntags 13.30-16.30 Uhr
27 Stunden in 9 Terminen
Terminliste als PDF anzeigen
Noch 10 freie Plätze
Leitung: Mag.art Bernadette Anzengruber
Ort: Zeichenfabrik, OG 1, Kursraum 5, Flachgasse 35-37, 1150 Wien
€ 364
inkl. Kursmaterial