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Zeichenfabrik

Grundkurs Tusche-Zeichnung

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In diesem Kurs lernst du verschiedene Möglichkeiten und Techniken der Tuschezeichnung kennen. Die schwarze Flüssigkeit, die in der Regel aus feinem Russ, Wasser und einem Bindemittel besteht, wird mit Pinsel, Feder, Tuschestift oder Finger auf Papier oder Seide gebracht.

Kurziel
Das Kennenlernen und der Umgang mit dem Zeichenmaterial Tusche und seinen historischen und zeitgenössischen Anwendungsgebieten und Ausdrucksformen.

Lehrmethode
In abwechselnden Schwerpunkteinheiten werden die verschiedenen traditionellen Techniken und Zugänge aus Ost und West und die dazugehörigen Materialen anhand künstlerischer Positionen vorgestellt. Davon ausgehend wird mit dem spezifischen Material und Zugang gezeichnet. Als Motive dienen vorhandene und mitgebrachte Objekte, Pflanzen, Personen und Räume.

  • Chinesische Tusche-Malerei: Die chinesische Tusche-Malerei entwickelte sich im 6. Jahrhundert aus der Kalligrafie. Die Tusche wird von Hand mittels Tuschsteinen aus Schiefer, Keramik oder Naturstein gerieben und mit Wasser gebunden. Im Mittelpunkt steht die stimmungsvolle und reduzierte Darstellung der Motive und der schwungvolle Duktus der Pinselstriche.
  • Die Federzeichnung: Die Federzeichnung zeichnet sich durch harte, klare Linien aus und ermöglicht sehr detaillierte Zeichnungen. Verschiedene Federn ergeben verschiedene Strichstärken und Duktus. Flächen und Schattierungen lassen sich nur mittels Schraffur und Punktierung erzeugen.
  • Sumi-e: Die japanische Tusche-Zeichnung ist traditionell mit dem Zen-Buddhismus verbunden. Sie arbeitet mit sparsamen Mitteln und will mehr andeuten als aussprechen. Mittels weniger, unwiderruflicher Pinselstriche soll das innere Wesen der dargestellten Motive zum Vorschein kommen.
  • Die westliche Pinselzeichnung: In der westlichen Kunstgeschichte nimmt die Tusche-Zeichnung mit Pinsel eine Position an der Schnittstelle zwischen Zeichnung und Malerei ein. Der Pinselstrich wird vor allem als expressives Ausdrucksmittel verwendet.
  • Die Tusche-Zeichnung im Comic: Die Tusche-Zeichnung ist auch die zentrale Technik des Comics. Sowohl im europäischen und amerikanischen Comic wie auch im japanischen Manga, werden Feder, Pinsel und Tusche-Stift am häufigsten eingesetzt. Meist werden die Motive dabei mit Bleistift oder Blaustift grob vorgezeichnet und dann im nächsten Schritt getuscht.
  • Kolorieren, Mischtechnik, Experiment: In den letzten Einheiten wird frei mit den verschieden Techniken experimentiert und kombiniert. Wie harmoniert die harte Federlinie mit dem weichen Pinselstrich? Was passiert wenn man Tusche mit Wasser verdünnt? Außerdem werden wir verschiedene Arten der Kolorierung von Tuschezeichnungen wie farbige Tuschen, Aquarellfarben, Tinte und Sepia ausprobieren.

Zielgruppe
Der Kurs richtet sich an alle, die die Grundlagen der Tuschzeichnung kennen lernen wollen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

  • Vinz Schwarzbauer / Mekong Delta / Tuschezeichnung / 21 x 14,8 cm / 2016

  • Vinz Schwarzbauer / Kafka am Strand 2 / Tuschezeichnung, digital bearbeitet / 29,7x42 cm / 2014

  • Vinz Schwarzbauer / Doppelseite aus ABURAZEMI アブラゼミ / Tusche und Rasterfolie / 29,7x42 cm / 2015

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