Entstehung eines Ölgemäldes
Schichtentechnik mit Eitempera-Untermalung anhand eines Gemäldes von Konstantin Dumba, Kursteilnehmer des Sommerblocks „Basiskurs Malerei".
Die unterrichtete Technik erfordert eine genaue Planung des Gemäldes. Um den Entwurf auf die Leinwand zu übertragen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. In diesem Fall wurde eine Zeichnung mit Bleistift auf Papier gefertigt, im Maßstab 1:1.

Der nächste Schritt: Übertragung der Strichzeichnung mit Bleistift auf Transparentpapier. Das Transparentpapier wird gewendet und auf der Rückseite mit Rötel/Sepiakreide durchgepaust. Diese Seite überträgt man dann auf die bereits braun gefärbte, grundierte Leinwand.

Nun wird die Eitempera-Untermalung gefertigt. Die im Kurs gemischte Eitempera ist wasserlöslich und trocknet sehr schnell – es kann noch am selben Tag weitergearbeitet werden. Diese Schicht bestimmt die Form anhand der Höhen. Da die folgenden Schichten transparent aufgetragen werden, ist es von Vorteil, hier möglichst genau zu arbeiten. Dabei helfen die Vorzeichnung und die Vorlage – in diesem Fall eine Fotografie.

Ist die Untermalung abgeschlossen, beginnt man mit der ersten Ölschicht. Das Lösungsmittel ist hier Balsamterpentin. In dieser Schicht wird „die Farbe über die Beleuchtung gezogen" – transparent –, und bereits am Ausdruck gearbeitet. Es ist wichtig, diese Schicht besonders gut trocknen zu lassen, da sich die Farben ansonsten anlösen würden.

Wenn die Terpentinschicht getrocknet ist, trägt man eine Schicht Malmittel (1 Teil Leinöl, 1 Teil Balsamterpentin, ½ Teil Dammarfirnis) dünn auf. Dies ist nötig, um die ursprünglichen Kontraste wiederherzustellen, da dunkle Ölfarbe heller auftrocknet als helle Ölfarbe. Die nun folgende Ölschicht „schwimmt" auf der Malmittelschicht. Hier werden Feinheiten herausgearbeitet, Farbtöne angepasst etc. Das Lösungsmittel ist ab jetzt Malmittel – auch in den folgenden Schichten bis zum fertigen Gemälde.
