Abstraktion ist kein Bruch mit der Wirklichkeit, sondern eine andere Art, sie zu befragen. Was bleibt, wenn du eine Landschaft auf ihre Farbflächen reduzierst oder ein Stillleben zu geometrischen Spannungen wird? In diesem Workshop mit Mo Häusler erlebst du Abstraktion nicht als Verzicht, sondern als Verdichtung: Wir untersuchen, was passiert, wenn Bilder aufhören, ein konkretes Motiv abzubilden, und anfangen, eine eigene Sprache zu sprechen.
Was dich erwartet
Seit den Anfängen der Moderne sucht die Kunst immer wieder Wege abseits der puren Abbildung. In diesem Kurs erarbeiten wir uns einen eigenen, fundierten Zugang zur abstrakten Malerei.
Tag 1: Die Theorie der Reduktion
Wir betrachten Beispiele aus der Kunstgeschichte und gehen zentralen Fragen auf den Grund: Was macht ein Bild abstrakt? Welchen Stellenwert haben Komposition und Farbenlehre? Und vor allem: Was bringt es, abstrakte Anteile in der eigenen Arbeit bewusst zu fördern?
Die Praxis: Zufall, System und Komposition
An den folgenden Tagen arbeitest du mit ungewöhnlichen Farbkombinationen, zerlegst Motive in ihre Grundelemente und lässt Zufall und System aufeinandertreffen. Viele trauen sich nicht an die Abstraktion, weil der klassische Maßstab der Ähnlichkeit fehlt. In diesem Kurs bekommst du konkrete Kriterien an die Hand, um zu beurteilen, wann ein abstraktes Bild kompositorisch funktioniert und wann es fertig ist. Mo Häusler begleitet dich dabei, Blockaden zu lösen und deinem eigenen Prozess zu vertrauen.
Mo Häusler war mit Abstand die beste Kursleiterin, die ich je hatte. Ich freue mich auf den nächsten Kurs!