Die traditionelle chinesische Tuschemalerei zeichnet sich durch fließende Bewegungen und bewusste Leerstellen aus. Die Collage hingegen arbeitet mit Brüchen, Schichtungen und dem gestalterischen Zufall. In diesem Workshop begegnen sich diese beiden Welten und verbinden sich zu einem spannenden, experimentellen Prozess.
Was dich erwartet
Wir beginnen mit den handwerklichen Grundlagen der Tuschemalerei: dem Spiel von nassen und trockenen Pinselstrichen sowie der Linienführung. Statt jedoch klassische Motive zu kopieren, öffnen wir uns für Abstraktion und den malerischen Zufall.
Deine entstandenen Tuschearbeiten werden anschließend zerschnitten, überlagert und neu zusammengesetzt. Dabei erprobst du folgende Schritte:
Von der Tuschespur zum Baustein
Du lernst, wie zarte Linien, kräftige Pinselabdrücke und verlaufende Ränder nicht das fertige Bild, sondern das Ausgangsmaterial für deine Collagen bilden.
Schichtung und Struktur
Durch gerissene Kanten, das Übermalen verschiedener Schichten und die Kombination mit unerwarteten Materialien (wie Zeitung, Seidenpapier oder eigenen Skizzen) erzeugst du räumliche Tiefe und dynamische Brüche.
Komposition aus Fragmenten
Aus den einzelnen zerschnittenen Bildelementen entwickelst du neue, abstrakte Kompositionen. Dabei geht es nicht um eine starre Technik, sondern darum, eine eigene bildnerische Sprache zwischen bewusster Gestaltung und experimentellem Prozess zu finden.