Links: Bernadette Azengruber, MOTHERHOOD, Reborn-Puppe: Ilona Grote, 2018, Foto: Robert Bodnar. Rechts: YOUKI 2022, Foto: Jonas Wiesinger

Fake it!

Selbstinszenierung in Kunst und auf Social Media

Schulen

Fake it! ist ein erfolgreiches Workshopformat zu den aktuellen Themen Selbstinszenierung, Fake und Fiktion auf Social Media und in der Kunst, das Bernadette Anzengruber mit Schulklassen und außerdem im Rahmen des Youki Film Festivals (youki.at) und demnächst beim Crossing Europe Film Festival (crossingeurope.at) durchführt.

Über den Inhalt des Workshops

Ihr findet es spannend, wie Künstler:innen und Influencer:innen sich in vor der Kamera und auf Social Media inszenieren und wie Schauspieler:innen sich für ihre Rollen immer wieder neu erfinden? Es macht euch Spaß, zu experimentieren und in einen fiktiven Charakter zu schlüpfen oder euch fotografisch in Szene zu setzen? Bisher hattet ihr aber noch nicht den Mut, selbst vor die Kamera zu treten oder ihr seid unsicher, wie ihr eure Ideen konkret realisieren könnt? Dann ist dieser Workshop die ideale Gelegenheit, um unterschiedliche Strategien und Techniken der Inszenierung kennenzulernen und euch im Anschluss selbst auszuprobieren!

Von Albrecht Dürer bis Cindy Sherman – die Inszenierung des Selbst hat eine lange Tradition in der Kunstgeschichte. Körper und Abbild der Künstler:innen kommen dabei als zentrale Mittel zum Einsatz. Meist geht es aber nicht darum, das Innerste nach Außen zu kehren, sondern um ein ironisches Spiel mit dem Imaginären, der Nachahmung oder dem gezielten Fake. Auch auf Social Media werden wir täglich mit Bildern und Erzählungen von Influencer:innen überflutet, die ihr scheinbar perfektes Alltagsleben geschickt und sehr bewusst in Szene setzen. Die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fiktion, zwischen dem Öffentlichen und dem Privaten verschwimmen hierbei oder werden absichtlich verwischt.

Wir arbeiten mit einem umfassenden Archiv an künstlerischen Positionen und Social Media Trends. Diese dienen euch als Inspiration und helfen euch dabei, euren eigenen Weg zu entwickeln – und wenn ihr als Klasse die Zeit dazu habt, eure Ideen in Form von individuellen Fake Reality Projekten umzusetzen.

Über den Ablauf des Workshops

Wir treffen uns für den Workshop entweder vor Ort in der Zeichenfabrik oder ich besuche euch direkt an der Schule. Hier beschäftigen wir uns mit unterschiedlichen Künstler:innen, die Selbstinszenierung als Ausdrucksmittel einsetzen. Weiters nehmen wir Social Media Kanäle wie Instagram und TicToc unter die Lupe. Wir sehen uns einzelne Influencer:innen, Trends wie nofilter, Memes und Möglichkeiten des Storytellings genauer an. Dabei richten wir unser Augenmerk exemplarisch auf einzelne Akteur:innen, um diese im Verhältnis zueinander zu betrachten und gemeinsam zu diskutieren.

Diese inhaltlichen Inputs und die gemeinsame Diskussion dienen euch als Inspiration. Denn nun gibt es eine kurze Brainstorming Phase, in der es darum geht, eure eigenen Ideen zu skizzieren. Anschließend geht es an die eigentliche Inszenierung, um eure Fake-Stories Realität werden lassen! Mit Faschingsschminke, Make-Up, Kleidung, Kostüm und sonstigen Utensilien verwandelt ihr euch für die Kamera. Hiebei könnt ihr die bereits im ersten Teil des Workshops kennengelernten Strategien aufgreifen, umdeuten und neu für euch interpretieren. Dabei könnt ihr entweder alleine oder im Team arbeiten.

Nachdem ihr eurer Projekt abgeschlossen habt, finden wir uns zum Ende des Workshops nochmals gemeinsam für eine Präsentation und Feedbackrunde zusammen.

Über die Künstlerin Bernadette Anzengruber

Bernadette Anzengruber arbeitet als bildende Künstlerin in den Medien Fotografie, Video, Performance und Objekt. Inhaltlich beschäftigt sie sich mit Identitätszuschreibungen, der mediale Selbst- und Fremdinszenierung, Intimität, Produkterotik und der Körperlichkeit von Sprache. Vor ihrem Kunststudium in Wien und London war sie als Mediendesignerin tätig. Seit 2010 ist sie in im Rahmen unterschiedlicher Formate in der Lehre und Kunstvermittlung aktiv. Seit 2018 unterrichtet sie Kunst im Kontext Schule. Ihre Arbeiten sind in zahlreichen Ausstellungen, Performance- und Film-Festivals im In- und Ausland sowie öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten und wurden mit renommierten Preisen, Auszeichnungen und Stipendien anerkannt.

Weiterführende Informationen zur Eventleitung
bernadetteanzengruber.com

Organisatorische Informationen

Veranstaltungsort sind wahlweise die Kursräume der Zeichenfabrik 1150 Wien oder Schulen im Raum Wien und Wien Umgebung.

Die Teilnehmerzahl ist variabel von mind. 6 bis max. 28 Schüler:innen im Alter von 10-19 Jahren. Das Format des Workshops wird der Schulstufe entsprechend angepasst.

Die Dauer des Workshops beträgt 4 Unterrichtseinheiten in der Schule bzw. 4 Realstunden in der Zeichenfabrik.

Die Durchführung des Workshops erfolgt in deutscher und englischer Sprache.

Folgende Arbeitsmaterialien solltet ihr in eurer Schule verfügbar haben: Zeichenpapier/Kopierpapier & Stifte (Bleistift, Buntstifte), je nach Art des Projekts verschiedene Kleidungsstücke, Kostüme, Make-Up, Perücken, etc. sowie Smartphones/Tablets (es sollte zumindest jede:r 2. Schüler:in eine Tablet- oder Smartphone-Kamera haben).
Wenn ihr für den Workshop zu uns in die Zeichenfabrik kommt, bringt bitte die beschriebenen Arbeitsmaterialien mit - mit Ausnahme des Zeichenpapiers und der Stifte, die wir hier zur Verfügung stellen.

Raumanforderung für Schulen: Vor Ort werden Internet/Wi-Fi, Lautsprecher (Anschluss Miniklinke), ein USB-C fähiges Monitorsystem (bspw. Präsentationsbildschirm oder Beamer) benötigt. Ideal ist ein Raum mit Verdunkelungsmöglichkeit und einem großen gemeinsamen Arbeitstisch, z.B. BE Saal oder Werkraum.

Im Briefing der Anfrage geben Sie uns bitte Schule und Schulstufe bekannt und ob Sie eine thematische Abstimmung vorab benötigen.