Malen wie die Alten Meister: Zeitlose Techniken für moderne Kunst

„Ich male keine Träume oder Albträume, ich male meine eigene Realität." Frida Kahlos Satz klingt wie eine Absage an Intuition – ist aber das Gegenteil: eine Haltung, die auf solidem Handwerk beruht. Wer weiß, wie Farbe funktioniert, wie Licht modelliert, wie eine Komposition trägt, der kann ausdrücken, was er sieht. Das ist das Prinzip der Alten Meister – und es ist heute so relevant wie im 17. Jahrhundert.


 

Warum die Techniken der Alten Meister noch immer relevant sind

In einer Zeit, in der digitale Werkzeuge schnelle Ergebnisse versprechen, bieten die klassischen Maltechniken etwas anderes: Tiefe, Beständigkeit und ein Verständnis für das Material. Wer versteht, wie Leonardo Licht modellierte oder wie die Flamen ihre Lasuren aufbauten, malt nicht besser weil er kopiert – sondern weil er begreift.

Konkret bedeutet das: Du lernst, Farben schichtweise aufzubauen, um Leuchtkraft zu erzeugen. Du verstehst, welche Pigmente lichtecht sind und über Jahrhunderte halten. Du erkennst, wie Komposition und Licht-Schatten-Führung zusammenhängen – und kannst diese Werkzeuge für deine eigene Arbeit nutzen.

 

Drei Techniken, die den Unterschied machen

Lasurtechnik – dünne, transparente Farbschichten übereinander erzeugen Leuchtkraft, die mit einem einzigen Pinselstrich nicht erreichbar ist. Die venezianischen Maler des 16. Jahrhunderts haben diese Methode zur Meisterschaft entwickelt.

Chiaroscuro – das gezielte Spiel mit Hell und Dunkel, das Caravaggio zu einem seiner wirkungsvollsten Mittel machte. Nicht Licht beschreiben, sondern Licht setzen.

Untermalung – der Bildaufbau beginnt lange vor der sichtbaren Farbschicht. Eine solide Untermalung gibt dem Werk Struktur, Tiefe und Langlebigkeit.

 

Von der Theorie zur Praxis: Kurse in der Zeichenfabrik

In unseren Kursen geht es nicht darum, die Alten Meister zu kopieren – sondern ihre Techniken zu verstehen und für die eigene Arbeit zu nutzen. Du lernst Grundierungstechniken für verschiedene Untergründe, den Schichtaufbau von der Untermalung bis zur letzten Lasur, Farbmischung mit historischen Pigmenten und Pinselführung für unterschiedliche Effekte.

Nach dem Kurs sehe ich Farben und Licht ganz anders – und meine Bilder wirken plötzlich viel reifer.
Anna, Kursteilnehmerin

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