Maria träumt - Oder: Die Kunst des Neuanfangs
Maria muss noch einmal von vorne beginnen. Als die alte Dame, deren Haushalt sie jahrelang geführt hat, verstirbt, tritt sie eine Stelle als Reinigungskraft in der Pariser Académie des Beaux-Arts an. Zwischen Staubtüchern und antiken Statuen entdeckt sie einen Raum, der nicht nach Effizienz fragt, sondern nach Ausdruck – und begegnet dem Hausmeister Hubert, der seine ganz eigenen kreativen Geheimnisse hütet.
Zwischen Routine und Aufbruch
In der Welt von Maria ist alles geordnet, aber wenig lebendig. Der Wechsel in die Kunsthochschule bricht diesen Trott auf. Hier trifft sie auf eine Generation von Studierenden, die experimentieren, scheitern und sich trauen, laut zu sein. Maria beobachtet nicht nur; sie beginnt zu verstehen, dass auch in ihr eine Kraft schlummert, die viel zu lange keinen Raum hatte.

Der Mut zum eigenen Strich
Was als Job beginnt, wird für Maria zu einer Entdeckungsreise. Der Film zeigt, dass Kunst kein Privileg für „Talentierte“ ist, sondern eine Haltung. Während Hubert heimlich seinen Elvis-Hüftschwung übt, lernt Maria, ihren eigenen Blick auf die Welt ernst zu nehmen. Es ist eine Einladung, den Mut zum eigenen Strich zu finden – egal, in welchem Lebensabschnitt man sich befindet.
Das Beaux-Arts: Ein dritter Hauptdarsteller
Die Schule ist weit mehr als ein Drehort; sie ist das pulsierende Herz der Geschichte. Ein Labyrinth aus Epochen, Stilen und kreativem Chaos.
Indem man allen möglichen Kunstwerken begegnet, betritt man eine Welt voller Kreativität, voller Begegnungen, Erfindungen und Fantasien, die nicht in den Bereich der Wirtschaftlichkeit gehört – und die nicht die Norm ist.
Ein Ort für Experimente
An der Akademie kleben überall kleine Zettel für das Reinigungspersonal: „Nicht wegwerfen!“. Es ist die ständige Mahnung, dass an diesem Ort selbst das Unscheinbare ein Kunstwerk sein kann. Für Maria ist das der entscheidende Impuls: Sie erkennt, dass sie nicht nur zum Putzen da ist, sondern um Teil dieses Erfahrungsraums zu werden.

Inspiration für den eigenen Neuanfang
„Maria träumt“ ist kein klassischer Liebesfilm, sondern eine Hommage an die Neugier. Er macht Lust darauf, sich selbst wieder die Frage zu stellen: Was passiert, wenn ich den gewohnten Pfad verlasse und mich auf das Experiment einlasse?
Falls du dich nach dem Film selbst inspiriert fühlst, den Stift in die Hand zu nehmen: Unsere Türen im Fabrikloft stehen dir offen – ganz ohne Prüfungsdruck, dafür mit viel Raum für deine eigene Sprache.
Hinweis: Die Freikarten-Verlosung in Kooperation mit dem Filmladen ist bereits abgeschlossen. Wir gratulieren den Gewinner\*innen herzlich!