Künstlerische Forschung ist längst kein rein akademischer Begriff mehr, sondern eine fundierte Methode, um die eigene Praxis zu befragen und weiterzuentwickeln. In diesem Intensiv-Workshop mit Bettina Schülke verwandeln wir das Atelier in ein Experimentierfeld: Statt nur auf das Endprodukt abzuzielen, rücken wir den Weg dorthin in den Fokus. Du lernst, deinen intuitiven Schaffensprozess bewusst zu beobachten, durch experimentelle Versuchsanordnungen aufzubrechen und methodisch zu untermauern.
Was dich erwartet
Tag 1: Öffnen des Forschungsraums
Wir starten mit einer Einführung in das weite Feld der künstlerischen Forschung. Die Theorie bleibt dabei kein Selbstzweck: Wir beginnen direkt mit praktischen Experimenten auf Papier, um uns eigenen Fragestellungen anzunähern. Parallel legen wir ein Prozess-Journal an – dein wichtigstes Werkzeug, um Gedanken, Skizzen und Beobachtungen zu sammeln.
Tag 2: Methode und Störung
Heute vertiefen wir die Methodik. Wie verändert sich eine Arbeit durch serielle Wiederholung? Was passiert, wenn wir Medien gezielt wechseln? Bettina Schülke gibt Einblicke in ihre internationale Arbeit und das Konzept der „TRANSACTION". Du arbeitest mit deinen mitgebrachten Materialien an eigenen Fragestellungen, unterbrichst Routinen durch gezielte Regelwerke und nutzt Theorie-Impulse als kreativen Spiegel.
Tag 3: Verdichtung und Ausblick
Aus den Experimenten und Fragmenten kristallisieren sich konkrete Ergebnisse heraus. Wir nehmen uns Zeit, die entstandenen Arbeiten nicht nur fertigzustellen, sondern sie im Diskurs mit der Gruppe zu reflektieren. Du gehst mit neuen Werkzeugen und einem geschärften Bewusstsein für deine Arbeitsweise nach Hause.
Was du aus dem Kurs mitnimmst
- Ein neues Bewusstsein für den eigenen künstlerischen Prozess
- Werkzeuge zur Weiterentwicklung der eigenen Praxis
- Sicherheit im Sprechen über die eigene Arbeit
- Neue Ideen, Methoden und Fragestellungen
- Erkenntnisse aus dem Diskurs mit anderen Kursteilnehmer\*innen
Künstlerische Forschung bedeutet für mich, den eigenen Prozess nicht als gegeben hinzunehmen, sondern ihn als offenen Raum zu begreifen. In diesem Workshop geht es nicht um akademischen Zwang, sondern um die Freiheit, durch methodisches Hinterfragen zu neuen künstlerischen Lösungen zu gelangen.
Weiterführende Informationen & Links