In the Blink of an Eye
Bettina Schülke, In the Blink of an Eye, Fotografie, Zeichnung, Stickerei, 35 x 45 cm, 2013, Foto: Marko Junttila, © Bildrecht, Wien 2026

Artistic Research
Strategien für die künstlerische Praxis

Künstlerische Forschung ist längst kein rein akademischer Begriff mehr, sondern eine fundierte Methode, um die eigene Praxis zu befragen und weiterzuentwickeln. In diesem Intensiv-Workshop mit Bettina Schülke verwandeln wir das Atelier in ein Experimentierfeld: Statt nur auf das Endprodukt abzuzielen, rücken wir den Weg dorthin in den Fokus. Du lernst, deinen intuitiven Schaffensprozess bewusst zu beobachten, durch experimentelle Versuchsanordnungen aufzubrechen und methodisch zu untermauern.

Was dich erwartet

Tag 1: Öffnen des Forschungsraums

Wir starten mit einer Einführung in das weite Feld der künstlerischen Forschung. Die Theorie bleibt dabei kein Selbstzweck: Wir beginnen direkt mit praktischen Experimenten auf Papier, um uns eigenen Fragestellungen anzunähern. Parallel legen wir ein Prozess-Journal an – dein wichtigstes Werkzeug, um Gedanken, Skizzen und Beobachtungen zu sammeln.

Tag 2: Methode und Störung

Heute vertiefen wir die Methodik. Wie verändert sich eine Arbeit durch serielle Wiederholung? Was passiert, wenn wir Medien gezielt wechseln? Bettina Schülke gibt Einblicke in ihre internationale Arbeit und das Konzept der „TRANSACTION". Du arbeitest mit deinen mitgebrachten Materialien an eigenen Fragestellungen, unterbrichst Routinen durch gezielte Regelwerke und nutzt Theorie-Impulse als kreativen Spiegel.

Tag 3: Verdichtung und Ausblick

Aus den Experimenten und Fragmenten kristallisieren sich konkrete Ergebnisse heraus. Wir nehmen uns Zeit, die entstandenen Arbeiten nicht nur fertigzustellen, sondern sie im Diskurs mit der Gruppe zu reflektieren. Du gehst mit neuen Werkzeugen und einem geschärften Bewusstsein für deine Arbeitsweise nach Hause.

Was du aus dem Kurs mitnimmst

  • Ein neues Bewusstsein für den eigenen künstlerischen Prozess
  • Werkzeuge zur Weiterentwicklung der eigenen Praxis
  • Sicherheit im Sprechen über die eigene Arbeit
  • Neue Ideen, Methoden und Fragestellungen
  • Erkenntnisse aus dem Diskurs mit anderen Kursteilnehmer\*innen
Künstlerische Forschung bedeutet für mich, den eigenen Prozess nicht als gegeben hinzunehmen, sondern ihn als offenen Raum zu begreifen. In diesem Workshop geht es nicht um akademischen Zwang, sondern um die Freiheit, durch methodisches Hinterfragen zu neuen künstlerischen Lösungen zu gelangen.
Dr. Bettina Schülke, Kursleiterin
Organisatorisches

Zielgruppe: Dieser Kurs richtet sich an Kunstschaffende, die bereits eine eigene künstlerische Praxis (Malerei, Grafik, Plastik etc.) aufgebaut haben und diese reflektieren oder neu ausrichten möchten.

Hinweis: Der Kurs ist interdisziplinär gestaltet. Auch Schreibende, Performende oder Musizierende sind herzlich willkommen, sofern sie bereit sind, sich auf visuelle Prozesse im Atelierkontext einzulassen.

Vorkenntnisse: Eine eigenständige künstlerische Praxis wird vorausgesetzt. Akademisches Vorwissen im Bereich Kunsttheorie ist jedoch ausdrücklich nicht erforderlich.

Unterrichtssprache: Deutsch, bei Bedarf auch Englisch.

Kursmaterial: Für Skizzen, Notizen und die ersten Experimente an Tag 1 sind Papier und einfache Schreib- und Zeichenwerkzeuge ausreichend. Für die vertiefende Arbeit der Folgetage bitten wir dich, deine bevorzugten Arbeitsmaterialien (Stifte, Acryl, Gouache, Ton, Tablet etc.) sowie ein Skizzenbuch für das Prozess-Journal mitzubringen. Wähle das Material, mit dem du dich aktuell am wohlsten fühlst.

Buchung
3 Termine, 21.08.26 - 23.08.26
Freitag 15:00-19:00 , Samstag & Sonntag 10:00-18:00 Uhr
20 Stunden in 3 Terminen
Terminliste als PDF anzeigen
Mind. 4 bis max. 8 Teilnehmer/innen
Leitung: Dr. Bettina Schülke
Ort: Zeichenfabrik, OG 1, Kursraum 3-4, Flachgasse 35-37, 1150 Wien
€ 360
inkl. 20% USt.