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NIKI DE SAINT PHALLE

Niki de Saint Phalle (1930–2002) verwandelte traumatische Erfahrungen in eine unverkennbare Bildsprache, die bis heute inspiriert. Unter der Regie von Céline Sallette und mit Charlotte Le Bon, John Robinson sowie Damien Bonnard in den Hauptrollen eröffnet der Film eine Welt voller Konflikte, Krisen, künstlerischer Befreiung und weiblicher Selbstbehauptung.

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Eine traumatische Kindheit als künstlerische Motivation

Niki de Saint Phalle wuchs größtenteils in den USA auf und erlebte eine schwierige Kindheit. Sie sprach öffentlich über den sexuellen Missbrauch durch ihren Vater und hatte immer wieder mit psychischen Krisen zu kämpfen. Diese führten sie in eine psychiatrische Klinik – eine Erfahrung, die ihre Kunst nachhaltig prägte:

Ich war eine zornige junge Frau, doch gibt es ja viele zornige junge Männer und Frauen, die trotzdem keine Künstler werden. Ich wurde Künstler, weil es für mich keine Alternative gab [...] Ich umarmte die Kunst als Erlösung und Notwendigkeit.
Niki de Saint Phalle
 

Ein kreatives Beben: Niki de Saint Phalles Werk

Ihre künstlerische Sprache fand sie zunächst in Collagen und Gipsreliefs. Berühmt wurden insbesondere ihre „Schießbilder" – Gipsreliefs mit eingearbeiteten Farbbeuteln, die sie während Vernissagen mit einem Gewehr beschoss. Damit sprengte sie nicht nur die Grenzen der Malerei, sondern auch gesellschaftliche Vorstellungen von Kunst.

Filmstills Niki de Saint Phalle
Filmstill © Neue Visionen

Später entstanden die ikonischen „Nanas" – üppige, farbenfrohe Frauenfiguren, mit denen sie Weiblichkeit und Macht neu definierte: Frauen als kraftvoll, laut und selbstbestimmt. Eine radikale Botschaft in einer von Männern dominierten Kunstwelt.

 

„Kunst ist nun mal so. Sie ist ein Stück Vieh, was für Schweine."

Regisseurin Céline Sallette rückt das innere Ringen der Künstlerin in den Fokus: Wie wurde aus Schmerz kreative Kraft? Hauptdarstellerin Charlotte Le Bon bringt die Ambivalenz zwischen Verletzlichkeit und ungestümer Kreativität auf die Leinwand.

Wenn wir erklären könnten, was wir tun, wären wir Händler, Schubkarrenverkäufer. Kunst ist nun mal so. Sie ist ein Stück Vieh, was für Schweine. Wir machen Poesie, das ist was anderes. Poesie ist eine Krankheit, die einem keine Wahl lässt.
Jean Tinguely

So beschreibt Jean Tinguely das Wesen der Kunst, als Niki in einem Anfall von Wut einige ihrer Werke zerstört. Für beide war Kunst keine Ware, sondern Poesie – Leidenschaft, Unverfälschtheit, Suche nach Wahrheit.

 

Die transformative Kraft von Kunst

Der Film zeigt Niki de Saint Phalles Weg in einer Krisenzeit – zwischen inneren Abgründen und Außenwelt, zwischen Zerrissenheit und einzigartiger kreativer Energie. Pontus Hultén bringt es auf den Punkt:

Mehr oder weniger bewusst verstand sie ganz allmählich, dass Kunst ein Lebensprinzip ist, für manche Menschen vielleicht das Lebensprinzip überhaupt.
Pontus Hultén
Filmstills Niki de Saint Phalle
Filmstill © Neue Visionen
Filmstills Niki de Saint Phalle
Filmstill © Neue Visionen
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Filmstill © Neue Visionen
Filmstills Niki de Saint Phalle
Filmstill © Neue Visionen
Filmstills Niki de Saint Phalle
Filmstill © Neue Visionen

Gewinnspiel: 5×2 Kino-Gutscheine

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Viel Glück – und viel Freude beim Entdecken von Niki de Saint Phalles Welt im Kino.

 

Film-Details

  • Titel: NIKI DE SAINT PHALLE (Frankreich, Belgien 2024 | 98 Minuten)
  • Regie: Céline Sallette
  • Darsteller: Charlotte Le Bon, John Robinson, Damien Bonnard, Judith Chemla
  • Kinostart Österreich: 14. März 2025
  • Trailer: Auf YouTube ansehen
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