Die Künstlerin Hoa Luo wurde in Ho-Chi-Minh-Stadt geboren und wuchs in Europa auf. Sie hat Physik, Philosophie und Bildende Kunst studiert und lebt heute in Berlin und Flawil. Diese Kombination prägt ihre Arbeit: analytisch im Ansatz, offen im Ergebnis.
Zwischen den Medien
Hoa Luo beschränkt sich nicht auf ein Medium: Sie arbeitet in Malerei, Installation, kuratorischen Projekten und Literatur. Ein zentrales Werk ist ihr 1000-seitiges Kunstbuch und Zine „youpuke – war is forever“, das 2016 im „Salon für Kunstbuch“ des 21er Haus (heute Belvedere 21) präsentiert wurde. Das Buch ist als Labyrinth konzipiert – ein Archiv, das die Prägung des Krieges im Zeitalter der Massenkommunikation erforscht und dabei eine weibliche Odyssee durch Themen wie Zerstörung, Codes und das Analoge zeichnet.
Die Unendlichkeit kuratieren
Gemeinsam mit Patrik Muchenberger (aka A2PM.HOA) kuratierte Hoa Luo die Ausstellung „Du fühlst dich unendlich“, die am 10. Juni 2023 im Eisenwerk Frauenfeld eröffnet wurde. Das Künstlerduo lud Künstler*innen ein, die Themen Unendlichkeit und Vergänglichkeit zu erforschen. Die Ausstellung vereinte Malerei, Skulptur sowie installative und performative Kunst und stellte die Frage nach der Bedeutung von Archiven in einer schnelllebigen Welt.
Hoa Luo als Lehrende
Struktur ist für Hoa Luo kein Gegensatz zur Kreativität, sondern ihre Voraussetzung. Ein disziplinierter Arbeitsrhythmus, ergänzt durch Entspannungsmethoden und Meditation, erlaubt es ihr, viele Projekte gleichzeitig zu führen. Diese Haltung gibt sie als Dozentin weiter: In ihren Kursen in der Zeichenfabrik unterstützt sie andere Künstler*innen dabei, eine eigene kreative Routine zu entwickeln.
Für mich werden Inhalte durch die Abstraktion fassbarer und erreichen diese Eleganz, die ich so liebe!