Radere – lateinisch für schaben, kratzen. Doch was kratzt dich? In diesem Workshop arbeitest du an der Schnittstelle von Wort und Bild. Es geht nicht darum, Lyrik 1:1 zu illustrieren, sondern ihrer Stimmung, ihrem Klang und ihrem Widerhall eine eigene grafische Gestalt zu geben.
Was dich erwartet
Die Technik
Du lernst die direkteste und unmittelbarste Methode des Tiefdrucks kennen: die Kaltnadelradierung. Anders als bei der Ätzradierung wird keine Säure verwendet. Mit Nadeln ritzt du Linien unter Kraftaufwand direkt in die Druckplatte.
Das Besondere an der Kaltnadelradierung sind die sogenannten Grate: Das Metall, das beim Ritzen verdrängt wird, bleibt stehen und erzeugt feine Materialverschiebungen, die dem Druck später eine weiche, tiefe Anmutung verleihen, wie sie keine andere Technik erzeugt.
Materialvielfalt
In diesem Kurs gibt es kein Richtig oder Falsch. Du experimentierst mit handlichen Plattenformaten bis max. A4 und unterschiedlichen Druckstöcken – von klassischem Zink über Rhenalon bis zu ungewöhnlichen Materialien wie Tetrapack oder CDs.
Der Druckprozess
Gedruckt wird auf hochwertigem Büttenpapier mit einer ABIG-Tischpresse (Tischgröße: 35 x 50 cm) in den Farben Schwarz, Rot, Blau und Gelb.
"Ein ganz großes Dankeschön an die fantastische Kursleiterin Natalia Weiss – für mich war es der beste Kurs überhaupt."
Weiterführende Informationen & Links