Mit klassischen Zeichenmaterialien wie Kohle, Graphit und Tusche untersuchst du das Zusammenspiel von kontrollierter Linie und zufälliger Spur. Auf reduziertem Material – schwarze Medien auf weißem Papier – entwickelst du schrittweise stimmige Kompositionen.
Nach gemeinsamen Übungen zu Material und Form (z. B. anhand von Tiermotiven) werden Zeichnungen als Fragmente ausgeschnitten und neu kombiniert. Der Fokus liegt nicht auf anatomischer Perfektion, sondern darauf, bewusste Zeichen ebenso wie zufällige Verläufe in einen persönlichen Arbeitsprozess zu integrieren.
Was dich erwartet
Tag 1: Material, Linie und Fragment
Der erste Tag konzentriert sich auf die Handhabung der Materialien und deren zeichnerische Möglichkeiten.
- Erprobung: Du untersuchst, wie sich Linien, Flächen und Strukturen durch Wasser, Papier und Druck verändern. Dabei steht das Wechselspiel von Kontrolle und Unschärfe im Vordergrund.
- Strukturbildung: Anhand von Details wie Krallen, Augen oder Schuppen werden Strukturen zeichnerisch aufgebaut und auf das Wesentliche vereinfacht.
- Neuordnung: Durch das Schneiden und Arrangieren („Zeichnen mit der Schere“) entstehen aus den Fragmenten neue, freiere Kompositionen und Motive.
Tag 2: Eigene Arbeit und Vertiefung
Am zweiten Tag steht die eigenständige Umsetzung im Vordergrund.
- Themenwahl: Auf Basis der erlernten Techniken wählst du ein individuelles Thema und entwickelst eine zusammenhängende Arbeit.
- Abstraktion: Die Darstellung kann, muss aber nicht realistisch sein; entscheidend ist der gezielte Einsatz von Linie, Fläche und Leere.
- Begleitung: Die Kursleiterin unterstützt deinen Prozess durch individuelle Rückmeldungen und praktische Hinweise, die auf deine jeweilige Arbeitsweise abgestimmt sind.