Radieren kommt vom lateinischen „radere“: kratzen, schaben. Bei der Kaltnadelradierung ritzt du die Linien deiner Zeichnung mit der Radiernadel direkt in die Druckplatte, ganz ohne Säure. Das verdrängte Material bleibt als feiner Grat neben der Linie stehen, nimmt beim Drucken zusätzlich Farbe auf und gibt dem Strich seinen weichen, samtig-tiefen Ton.
Ein Thema gibt der Workshop mit Natalia Weiss nicht vor: Was du ritzt, entscheidest du, und sie hilft dir, eigene Ideen zu finden und auszuarbeiten. Die einzige Grenze setzt die Technik – innerhalb ihrer Regeln gibt es kein Richtig oder Falsch. Wer experimentieren möchte, kombiniert verschiedene Papiere oder arbeitet mit Materialcollagen. Die Theorie kommt an der Platte nebenbei dazu, ergänzt durch ein eigenes Skriptum der Kursleiterin.