Illustration Neue Lehrende der Zeichenfabrik
Illustration: Maike Hettinger

Wir stellen vor: Neue Lehrende der Zeichenfabrik

Die Zeichenfabrik wächst. Wir freuen uns, eine Reihe neuer Persönlichkeiten vorzustellen, die unser Programm mit unterschiedlichen Perspektiven, Techniken und Zugängen bereichern.


Blanca Amorós

Blanca Amorós
Foto: Thomas Steineder

Die spanische Künstlerin Blanca Amorós studierte Bildende Kunst in Valencia und an der Akademie der Bildenden Künste in München. Studienaufenthalte führten sie auch an die Universität für angewandte Kunst Wien, wo sie heute lebt und arbeitet. Ihre Werke werden international ausgestellt und wurden mit zahlreichen Auszeichnungen und Stipendien gewürdigt.

In der Zeichenfabrik unterrichtet sie Kurse, die sich intensiv mit Licht, Schatten und der menschlichen Darstellung auseinandersetzen. Im Workshop Selbstporträt: Die Begegnung mit dem Spiegel arbeitet sie mit Kohle und Tusche; im Kurs Malen mit Licht und Schatten widmet sie sich der Chiaroscuro-Technik der Alten Meister. 2026 kommen neue Formate hinzu: Aktmalerei in Öl, Porträtmalerei in Öl mit Modell und nach Fotografie sowie Aktzeichnen mit Fokus auf Die Ausdruckskraft der Linie und auf Linie und Fläche in Tusche.

 

Xiaolan Huangpu

Xiaolan Huangpu

Xiaolan Huangpu verwurzelte sich an renommierten Institutionen in China – darunter die Zentralhochschule für Kunst und Design in Peking – tief in der traditionellen Tusche- und Wandmalerei und gab dieses Wissen als Dozent an der Shandong Hochschule für Kunst und Design weiter. In den 90er-Jahren führte ihn sein Weg nach Wien, wo er in der Meisterklasse von Prof. Wolfgang Hutter an der Angewandten in die europäische Ölmalerei eintauchte. Diese Synthese aus östlicher Reduktion und westlicher Akademik prägt bis heute seine Kunst und Lehre.

In der Zeichenfabrik führt er in die chinesische Tuschemalerei ein – von den traditionellen Grundlagen über die Darstellung von Blumen, Vögeln und Insekten, Haustieren und Wildtieren und der seelischen Landschaft bis zur Verbindung von Tuschemalerei und abstrakter Collage.

 

Xenia Ostrovskaya

Xenia Ostrovskaya
Foto: Oleg Borischenkov

Xenia Ostrovskaya wurde in Sankt Petersburg geboren, wuchs in Dänemark, Deutschland und England auf und studierte zunächst Keramik an der Staatlichen Universität Sankt Petersburg, bevor sie sich an der Universität für Angewandte Kunst Wien bei Jan Svenungsson der Grafik und Druckgrafik widmete. Ihre Praxis – Zeichnung, Malerei und Collage – kreist um Themen wie Erinnerung, Kommunikation und die Beziehung zwischen Natur und Umwelt.

Ab 2026 lädt sie im Kurs Experimentelle Collage & Bildaufbau dazu ein, die Kunst der Kombination zu erkunden und eigenen visuellen Geschichten eine neue Form zu geben.

 

Reihaneh Hosseini

Reihaneh Hosseini
Foto: Simon Veres

Reihaneh Hosseini beschäftigt sich in ihrer figurativen Malerei mit Identität, Zeit und Transformation – zwischen Realität und Imagination, persönlichem Erleben und inneren Zuständen. Nach einem Philosophiestudium im Iran kam sie nach Wien, um an der Akademie der bildenden Künste Grafik und Drucktechniken zu studieren.

Im Semesterkurs Farbe, Form & Freiheit – Acrylmalerei mit Modell verbindet sie figürliche Malerei mit persönlichen Geschichten. Im Kurs Die freie Linie – Figürliches und expressives Zeichnen steht die Freude an Bewegung und eigenem Ausdruck im Mittelpunkt.

 

Cornelia Krafft

Cornelia Krafft

Cornelia Krafft studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien und hatte eine sechsjährige Professur für Szenenbild & Performance Art an der American University of Beirut. Ihre Arbeit ist geprägt von einem ganzheitlichen Ansatz, den sie durch ihre Zertifizierung als Sesame Practitioner in London vertiefte – darstellender Ausdruck, Bewegung und meditative Imagination im Zentrum.

Ihr Kurs 4D: Dance. Drama. Dream. Draw führt durch vier Dimensionen: von tänzerischer Ankunft im Körper über theatrale Improvisation und meditative Innenschau bis zur Umsetzung der Impulse in großformatigen Zeichnungen. Die Sesame-Methode gibt dem intuitiven Prozess die Struktur.

 

Marie Bonnin

Marie Bonnin

Die aus Frankreich stammende Künstlerin Marie Bonnin entdeckte das gedruckte Bild an der École Nationale supérieure des Arts Décoratifs (ENSAD) in Paris. Ihre Arbeit kreist um Landschaft und Natur, oft in Verbindung mit Literatur. Sie hat unter anderem für Hermès Paris und den Karl Rauch Verlag illustriert und lebt heute in Wien.

In der Zeichenfabrik deckt sie ein breites Spektrum ab: Im Kurs Reisetagebuch gestalten entstehen lebendige Erinnerungen an reale oder imaginäre Reisen. Kinder ab 7 Jahren können im Workshop Was für ein Circus! die Manege mit Fantasie füllen. Die Dinge – Von der Poesie des Alltags spürt dem Alltäglichen durch Zeichen- und Drucktechniken nach. Und in Illustrieren ist ein Fest! entstehen persönliche Geschichten im Leporello-Format – ohne Leistungsdruck.

 

Victoria Maria Santibañez (Mari Asanti)

Victoria Maria Santibañez
Foto © Alpirz

Victoria Maria Santibañez, bekannt als Mari Asanti, wurde 1999 in Wien geboren und hat südamerikanische Wurzeln. Ihre Arbeit – zwischen Abstraktion und Figuration – befasst sich mit Erinnerung, Transformation und dem Zusammenspiel von Natur und Emotion. Mehr über sie im Blogporträt Mari Asanti.

In der Zeichenfabrik begleitet sie Jugendliche in der Mappenvorbereitung sowie Erwachsene im Kurs Künstlerische Selbstfindung – Impulse für eine authentischere, persönlichere Bildsprache in einem wertschätzenden Umfeld.

 

Saverio Tonoli

Saverio Tonoli

Saverio Tonoli absolvierte seine Ausbildung an den Akademien der Bildenden Künste in Brera (Mailand) und Salamanca. Seine Praxis verbindet Tuschemalerei, Freskotechniken und prozesshafte Arbeiten, beeinflusst von frühen Erfahrungen in der Dunkelkammer. Derzeit ist er in Berlin und Taipeh tätig – und wir freuen uns, ihn diesen Sommer als Gast in der Zeichenfabrik begrüßen zu dürfen.

Im viertägigen Intensivworkshop Painting on Water – Die Kunst der Papiermarmorierung führt er von Suminagashi über Ebru bis Florentine Marbling – traditionelle Techniken im Wechselspiel von Zufall und Kontrolle. Seine Arbeiten sind auf Instagram zu sehen; einige Ebru-Werke aus der Serie „Water Flowers" sind auch in unserem Shop erhältlich.

 

Miki Okamura

Miki Okamura

Miki Okamura studierte an einer Kunstuniversität in Japan und war dort als Malerin und Kunstlehrerin tätig, bevor sie 2019 nach Wien kam. 2025 schloss sie ihr Diplom an der Universität für angewandte Kunst Wien ab; seither ist sie als freischaffende Malerin aktiv und hält Gastvorträge an der Angewandten.

Ihre Faszination für die japanische Tuschemalerei teilt sie im dreitägigen Workshop Japanische Tuschemalerei: expressive Pinselkunst und atmosphärische Tiefe des Sumi-e, geeignet für Einsteiger*innen und Fortgeschrittene. Mikis Arbeit ist auch auf Instagram zu entdecken.

 

Eva Pöll

Eva Pöll

Die Kalligraphin Eva Pöll studierte an der Akademie der Bildenden Künste Wien bei Prof. Anton Lehmden und hatte dort später selbst einen Lehrauftrag für Schrift und Schriftgestaltung. Seit 2008 ist sie mit reger Ausstellungs- und Unterrichtstätigkeit als Kalligraphin bekannt.

Im Grundkurs Endlich wieder Schrift! wird Schreiben – ob mit Breitfeder, Spitzfeder, Pinsel oder Balsaholz – zu einem gestalterischen Vorgang: Schriftbilder entstehen, die wie Zeichnungen komponiert werden. Ab 2026 folgt der Workshop zur Copperplate – der Englischen Schreibschrift, einer anspruchsvollen Herausforderung für Kalligraphie-Begeisterte.


to be continued...