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Zeichenfabrik

Blog / Aktuelles aus der Zeichenfabrik

Sommer in Wien

Autor/in: Stefanie Post
Sommer in Wien

Wenn draußen die Sonne scheint, zeigt sich, dass Wien tatsächlich eine besonders lebenswerte Stadt ist. Sogar im Hochsommer!
Während die EinwohnerInnen anderer Städte dieser Welt mit steigenden Temperaturen das Weite suchen, ist Wien in jeder Jahreszeit ein Erlebnis. Ganz gleich, ob man die Stadt zum ersten Mal erkundet oder meint, schon jedes Eck zu kennen: der Sommer bringt neue Facetten, neue Möglichkeiten zum Vorschein.

Sommerzeit ist Zeit für Ideen

Die Abende sind lau und lang, in der Arbeit oder Ausbildung wird ein paar Gänge heruntergeschalten, es ist Ferienzeit. Dafür haben die Ideen viel Platz zum Spielen. Schnell, ein kreatives Projekt! Neues lernen! Die Abenteuer des Sommers dokumentieren, ausprobieren, Wien neu sehen!

Sommer kultivieren

Wer hinaus ins Grüne will, wandelt vielleicht auf einem der vielen Stadtwanderwege. Die Randgebiete erkunden, die Stadt von außen sehen, Abstand gewinnen. Die Natur mit ihren unzähligen Formen und Farben wirken lassen, die Seele baumelt, das Auge freut sich. Kleine Fundstücke werden zu Objekten der Zeichnung, um die Form der Dinge mit Stefan Bachmann zu verstehen. Das Sehen schult sich an der Vielfalt, der Blick schweift in die Ferne und begreift die Tiefe der Landschaft. Ob man diese malerisch festhalten kann? Direkt vor Ort malen, unter freiem Himmel mit leichtem Gepäck? In der Pintura de Paisaje bei Eduardo Roca kann man es ausprobieren.
Die Sommerspaziergänge sind für Kreative insofern auch Herausforderung: Was mitnehmen? Welchen Stift, welches Papier, welche Farbe? Stefanie Pichler hat ihr Atelier im Koffer und zeigt neben verschiedenen Techniken auch Methoden, von der Ideenfindung bis zur finalen Betrachtung.
Manchmal braucht man auch gar nicht so viel mitzubringen, lässt sich begeistern von der Form- und Farbgewalt. Die Natur als Leinwand mit Salim Besirli ist ein Austausch mit der Umwelt, eine gestalterische Reflexion zu den Mustern und Fundstücken der Natur.

Nackte Haut

Nackte Körper gibt es nicht nur im Schwimmbad, in der Zeichenfabrik kann man sie studieren und auf Papier bringen. Als Zeichnung im Sommerworkshop: klassische Aktzeichnung oder als Herausforderung in Akt in Bewegung. Die Körperlinien erkunden im Intensivworkshop Akt, verschiedenen Techniken ausprobieren in Die menschliche Figur in 5 Akten oder Aktmalerei mit Acryl auf Leinwand.

Kultur in den Kühlkammern

Wer in der Stadt bleibt, geht an den heißen Tagen des Jahres ins Museum. Während sich nämlich in den Freibädern die Massen vergnügen, ist es im Museum ruhig und vor allem kühl! Der Kunstgenuss ist im Hochsommer deswegen eine besondere Freude. Man kann aber auch eigenes Zeichenmaterial mitbringen und üben.
Der Sommerworkshop Zeichnung mit Goda Palekaite findet nicht nur im kühlen Museum, sondern auch im schattigen Park statt!
Anders als die komponierte und durchdachte Arbeit der Alten Meister ist die experimentelle Herangehensweise von Christopher Eymann. Aus der Fülle der Intuition wird er mit seinen TeilnehmerInnen verborgene Schätze bergen.
Das Zeichnen von der Pike auf lernen? Pawel Mendrek experimentiert in seinem Kurs Drawing Lab neben Bleistift und Tusche unter anderem mit Frottage und Tempera.

Abends locken dann die Schanigärten und Sommerkinos mit ihren vielen Atmosphären von gemütlich bis klassisch. Inspiriert von einem Kurzfilm will man vielleicht sogar selber Ideen zum Laufen bringen? In der Zeichenfabrik zeigt Adele Razkövi ihren TeilnehmerInnen Animationstechniken, die am Ende zu einem handgemachten künstlerischen Animationsfilm montiert werden.

Vielfalt? Festival

Und überhaupt: Sommer in Wien ist Festivalzeit! Kein Trostprogramm für Daheimgebliebene, sondern Fixpunkte im Kulturjahr! Dabei wird wirklich jeder Geschmack, jede Kunstsparte angesprochen: In Film, Musik, Tanz zeigt sich die grenzüberschreitende Vielfalt Wiens.

Auch die vielen Formen der Streetart machen Wien bunt. Colin Linde erkundet in seinem Kurs den urbanen Raum mit dem Blick der Graffiti-Szene. Im Graffiti Workshop wird Material erklärt, der Unterschied zwischen Bombings und Murals, und am letzten Tag wird selbstverständlich der urbane Raum verschönert!
Paper Cut-Out & Collage sind ebenfalls Teil der partizipativen Stadtraumgestaltung und gestalten kleine und größere Ecken mit den phantastischen Möglichkeiten des Papiers. Lym Moreno zeigt wie es gehen kann. Das Zine ist unbestreitbar Teil der urbanen Kultur. Ob Politik oder Kultur, Comic, Text oder Collage: Die kopierten Heftchen sind aus der DIY-Szene nicht wegzudenken. Vinz Schwarzbauer verleitet die TeilnehmerInnen des Zine-Workshops zum Basteln, am Ende steht der Austausch in einer Mini-Zine-Fair.
Dass die Vielfalt zum Muster wird, wusste niemand besser als M.C. Escher. Wie man die einzelne Formen patchworkartig zu einer Fläche zusammenfügt, kann Werner Van Hoeydonck erklären. Die größten Mathematik-Muffel beschäftigen sich in diesem Kurs freiwillig mit den Formeln der Symmetrie-Operation, denn die Resultate im Zeichenworkshop Escher sind phantastisch!
Wer gerne in kurzer Zeit viel ausprobiert, kann sich im Zeichenworkshop: 5 Tage, 5 Techniken zwischen Bleistift, Kohle, Tusche, Ölpastell und Buntstift austoben. Die TeilnehmerInnen entwickeln ihre vielfältige Leidenschaft zum Zeichnen bei Julija Zaharijevic.

Urbaner Dschungel

Auch die Architektur Wiens lässt sich im Sommer auf besondere Weise erkunden. Denn neben den visuellen Eindrücken erhabener Räume bleibt die angenehme Temperatur in Erinnerung, die kühlen Passagen, wenn ein leiser Windhauch durch die Gassen weht. Und schließlich kann man auch in der eigenen Stadt ein bisschen Tourist spielen und die bekannten Wege verlassen - endlich diesen einen Ausflug machen, zu diesem ganz speziellen Ort?

Wer gerne eine Expedition mit Skizzenbuch und Bleistift machen möchte, schließt sich am besten Catherine Ludwig an. Sie entführt zu Urban Sketching: bekannte & unbekannte Sehenswürdigkeiten in Wien und zeigt, dass neben den großen Touristenmagneten auch kleine, feine Ecken zu finden sind.
Eduardo Roca lädt ein, sich die Stadt in einem langsamen Rhythmus zu erschließen. Statt wildem Fotografieren in den Modus der ruhigen Betrachtung wechseln in Urban Sketching: Architektur und Räumlichkeit. So werden auch KennerInnen Wiens noch Neues an bereits bekannten Orten entdecken und ihr Sehen neu ordnen können.
Form und Perspektive nicht nur verstehen, sondern sie auch darzustellen, das lehrt Hoa Luo in Kontur und Perspektive: vom Erfassen und Konstruieren von Räumen. Nach anfänglichem Studium an einfachen Objekten wird im Stadtraum gezeichnet!
Christopher Eymann lässt in seinen Stadterkundungen Grenzen verschwinden: zwischen innerer und äußerer Beobachtung, Farbe und Technik, Malerei und Zeichnung. Malend den Stadtraum verändern? Urban Painting: die Stadt im Visier des Malers lotet aus.

Sommer in Wien

Ganz egal, ob man lieber allein oder mit Freunden unterwegs ist, zu Fuß oder mit dem Rad, morgens, mittags oder abends: Stadterkundung ist angesagt!

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